Ostönner Orgelsommer

Aufgrund der anstehenden Restaurierungen in unserer St. Andreaskirche fällt der diesjährige Orgelsommer, Orgelkonzerte mit renommierten Organisten und Musikern, ziemlich kurz aus.

Das Jahr begann mit einem fantastischen Akkordeon-Konzert am Epiphanias-Samstag mit dem Ensemble Akkordeon aus Münster, das uns schon in 2015 so viel Freude bereitet hatte.

In der ersten Darbietung eines alten traditionellen finnischen Weihnachtsliedes wurde das Ensemble verstärkt durch die Sopranistin Gerburg Krapf-Lumpe aus Soest, die sich hervorragend in den finnischen Text eingearbeitet bzw. eingesungen hatte.

Die Stücke des Finnen Jean Sibelius verbreiteten eine fast schwermütige Stimmung. Sie wurde vertrieben durch den Schwung, den die Sätze des Landsmannes E. Rautavaara und die Suite „Aus Holbergs Zeit“ des Norwegers E. Grieg ausstrahlten.

Den Abschluss bildete der gemeinsame Gesang des Bonhöffer-Liedes „Von guten Mächten treu und still umgeben“.

Ca. 150 Menschen füllten die Kirche bis auf den letzten Platz und zeigten durch einen anhaltenden Beifall, dass sie bis tief in ihre Seele gerührt waren und zufrieden den Heimweg antreten konnten.

Am Samstag, den 12. März wird der gebürtige Wiener David BOOS aus Hamm/Brackwede die Orgel erklingen lassen unter dem Thema: Europa an der Schwelle zur Neuzeit. Dabei wird Musik von Paul Hofhaimer, John Bull, Jan Pieter Sweelinck u.a. zu hören sein. Herr Boos (1982) schloss 2009 seine Studien in Amsterdam mit dem Titel „Master of Music“ ab. Weitere Meisterkurse bei renommierten Organisten vervollkommneten sein ausgezeichnetes Orgelspiel. Von 2007 bis 2012 war er Kantor und Organist in Amsterdam (Oude Kerk, Liebfrauenkirche). Im Herbst 2014 gründete er die Videoplattform: „Mengelicious Moments“, die sich der Herstellung hochqualitativer Videos der klassischen Musik – mit einem Schwerpunkt Orgel – verschrieben hat. Ausgangspunkt und augenblicklichen Mittelpunkt seiner Arbeit bildet die Rowan-West-Orgel in Brackwede. Aber auch andere Instrumente sind Teil seiner Tätigkeit, darunter die Ostönner gotische Orgel, die von Rowan West restauriert worden ist. Seine ganz aktuelle Video-Dokumentation der Ostönner Orgel war auf der MV des FK zu sehen und hören.

Am Samstag, den 9. April werden Henriette BÖLTZ-VOGEL und Dr. Wolf KALIPP ein Pedal-Cembalo mit der Oboe und die Orgel zum Klingen bringen. Der letzte Ohrenschmaus bevor die Orgel nach der Konfirmation verschlossen wird und die Orgel verstummt. Beide Musiker sind in Soest und Umgebung keine Unbekannten.

Frau BÖLTZ-VOGEL war gerade neben ihrer Berufstätigkeit an der Musikschule bei der St.-Petri-Orgelwoche sehr eingespannt. Um die Oboe konzertant zu begleiten wird Herr KALIPP sein Pedal-Cembalo mitbringen. (Die Oboe kann aufgrund der mitteltönigen Stimmung unserer Orgel nicht von dieser begleitet werden.) Beide werden uns interessante Stücke zu Ohren bringen, die in dieser Formation nicht immer in Andreas erklingen werden. So ist u.a. Bachs Passacaglia e-Moll in ihrer Originalgestalt für Pedal-Cembalo hier eine echte Premiere für Ostönnen! Üblicherweise hört man eines seiner bedeutendsten Werke ja immer nur in der Orgelversion! Wir sind gespannt!

Dr. Helmut Reineke

Orgelkonzert mit David Boos

Der gebürtige Wiener David BOOS (*1982), Master of Music, wird am Samstag, den 12. März 2016 um 17.00 Uhr – an seinem Geburtstag – in St. Andreas die Orgel erklingen lassen. Sein Thema ist:  EUROPA an der Schwelle zur Neuzeit. Dabei erklingt Musik von Hofhaimer, Bull, Sweelinck u.a., die gerade auf unserer historischen Orgel einen bezaubernden Klang erzeugen.

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Boos beendete seine Ausbildung 2009 in Amsterdam bei den Professoren Peretti und van Dijk mit dem Titel „Master of Music“. An verschiedenen Stellen war er als Organist und Kantor tätig. Der vielfache Preisträger ist Gründer der Videoplattform „Mengelicious Moments“(http://www.mengeliciousmoments.de), die sich der Herstellung qualitativ hochwertiger Klassikmusik-Videos – mit Schwerpunkt auf Orgel – verschrieben hat. In diesem Rahmen hat Herr Boos auch über die gotische Orgel von Ostönnen einen ca. 30-minütigen Dokumentations-Film gedreht: Der gotische Klang.

Der Eintritt ist wie immer frei! Um eine Spende für die Kosten und die Restaurierung wird gebeten.

Akkordeonkonzert in St.Andreas

Ostönnen Ensemble Münster_48

Am Samstag, den 9. Januar 2016 um 17.00 Uhr wird erneut das Ensemble Akkordeon Münster das neue Jahr in Ostönnen begrüßen. Thema ist: Nordische Giganten mit Musik der großen nordischen Komponisten Grieg, Sibelius und Rautavaara. Zusammen mit der Sopranistin Gerburg Krapf-Lumpe wird ein traditionelles finnisches Weihnachtslied (Sylvian Joululaulu) dargeboten. Ein besonderes Klangerlebnis erwartet die Besucher. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Änderung der Friedhofsgebührensatzung

Satzung zur Änderung
der Friedhosgebührensatzung für den Friedhof Ostönnen
der Ev. Kirchengemeinde Ostönnen
vom 15. September 2015

§ 1

Die Friedhofsgebührensatzung  für den Friedhof Ostönnen der Ev. Kirchengemeinde Ostönnen vom 22.08.2012, wird wie folgt geändert:

§ 4 Nutzungsgebühren wird wie folgt geändert:

  1. Reihengrabstätte mit Nutzungsrecht
    1. Erdbestattung von Tot- und Fehlgeburten (Ruhezeit 30 Jahre) 150,00 Euro
    2. Erdbestattung von Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr (Ruhezeit 30 Jahre) 150,00 Euro
    3. Erdbestattung von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an (Ruhezeit 30 Jahre) 210,00 Euro
    4. Urnenbeisetzung (Ruhezeit 30 Jahre) 150,00 Euro
  2. Reihengemeinschaftsgrabstätten mit Nutzungsrecht
    einschließlich Unterhaltung durch die Friedhofsträgerin (Grabherstellung u. FUG u. Unterhaltung)

    1. Erdbestattung  (Ruhezeit 30 Jahre) 870,00 Euro
    2. Urnenbeisetzung (Ruhezeit Jahre) 810,00 Euro
  3. Wahlgrabstätten mit Nutzungsrecht
    1. Erdbestattung je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) 210,00 Euro
    2. Urnenbeisetzung  je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) 150,00 Euro
    3. Verlängerungsgebühr Erdbestattung je Grab und Jahr 7,00 Euro
    4. Verlängerungsgebühr Urnenbeisetzung je Grab und Jahr 5,00 Euro
  4. Wahlgemeinschatsgrabstätten mit Nutzungsrecht einschließlich Unterhaltung durch die Friedhofsträgerin (Grabherstellung u. FUG u. Unterhaltung)
    1. Erdbestattung je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) 870,00 Euro
    2. Urnenbeisetzung  je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) 810,00 Euro
    3. Verlängerungsgebühr Erdbestattung je Grab und Jahr 29,00 Euro
    4. Verlängerungsgebühr Urnenbeisetzung je Grab und Jahr 27,00 Euro

§ 5 Friedhofsunterhaltungsgebühren wird wie folgt geändert:

Von den Nutzungsberechtigten (mit Ausnahme der Nutzungsrechte an Reihen- und Wahlgemeinschaftsgrabstätten) wird zur Unterhaltung des Friedhofs eine Friedhofsunterhaltungsgebühr in Höhe von 12,00 Euro je Grab und Jahr erhoben. Die Friedhofsunterhaltungsgebühr wird auf der Grundlage der folgenden Kostenarten kalkuliert:

  1. Friedhofspfleger
  2. Verwaltungskraft
  3. Berufsgenossenschaft
  4. Haftpflichtversicherung
  5. Unterhaltung der Anlagen
  6. Bewirtschaftung (Wasser u. a.)
  7. Abfallentsorgung
  8. Beschaffung und Unterhaltung technischer Geräte
  9. Beschaffung und Unterhaltung von Ausstattungsgegenständen

§ 6 Bestattungsgebühren wird wie folgt geändert:

  1. Grundgebühren
    1. Erdbestattung von Tot- und Fehlgeburten 260,00 Euro
    2. Erdbestattung  von Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr 260,00 Euro
    3. Erdbestattung von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an 460,00 Euro
    4. Urnenbeisetzung 230,00 Euro
  2. Besondere Gebühren
    1. Benutzung der Friedhofskapelle und ihrer Einrichtungen 240,00 Euro
    2. Orgelspiel 40,00 Euro
    3. Glockengeläut 25,00 Euro
    4. Einheitliche Grabplatte  gem § 12 Abs. 5 und § 13 Abs. 11 Friedhofssatzung
      Grabplatte im Rasen 250,00 Euro
      Grabplatte an der Stele 50,00 Euro

§ 2

Diese Satzung tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.

Ostönnen, den  15.09.2015 Ev. Kirchengemeinde Ostönnen

Originaldokument: Friedhofgebührensatzung_SA-2015-09-15idFv22-08-2012_FGS

 

Änderung der Friedhofssatzung

Satzung zur Änderung
der Friedhofssatzung für den Friedhof Ostönnen
der Ev. Kirchengemeinde Ostönnen
vom 15. September 2015

§ 1

Die Friedhofssatzung für den Friedhof Ostönnen der Ev. Kirchengemeinde Ostönnen vom 22. August 2012, wird wie folgt geändert:

§ 11 Ruhezeiten erhält folgenden Wortlaut:
(1) Die Ruhezeit für die Erdbestattung von Totgeburten und Fehlgeburten beträgt 30 Jahre.

(2) Die Ruhezeit für die Erdbestattung von Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr beträgt 30 Jahre.

(3) Die Ruhezeit für die Erdbestattung von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an beträgt 30 Jahre.

(4) Die Ruhezeit für Urnenbeisetzungen beträgt 30 Jahre.

§ 13 Abs. (6) Rechtsverhältnisse an Wahlgrabstätten erhält folgenden Wortlaut:

(6) Die Nutzungszeit wird auf 30 Jahre festgesetzt.

§ 2

Diese  Satzung  tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.

Ostönnen, den 15.09.2015 Ev. Kirchengemeinde Ostönnen

Originaldokument: Friedhofsatzung_SA-2015-09-15v22-08-2012_FS

2016 – Kirchenkonzerte

Da der Ostönner Orgelsommer in 2016 aufgrund der Restaurierung der Malereien arg beschnitten ist, finden nur im ersten Drittel des Jahres drei höchst interessante Konzerte statt.

Am Epiphanias-Wochenende, Samstag den 9. Januar 2016 um 17.00 Uhr, wird wie in diesem Jahr das Ensemble Akkordeon Münster ein Konzert unter dem Titel: Nordische Giganten mit Musik von Sibelius, Grieg und Rautavaara spielen.

Am Samstag, den 12. März 2016 um 17.00 Uhr spielt der aus Wien gebürtige Organist Herr David BOOS aus Hamm-Heessen sehr alte Musik auf der sehr alten Orgel. Ein besonderer Liebhaber unserer ältesten bespielbaren Orgel der Welt bringt hier dieses Instrument mit Musik aus der Entstehungszeit zusammen.

Bevor die Orgel Ende April eingehaust wird, damit sie keinen Schaden nimmt durch die Restaurierungsarbeiten, gibt es am Samstag, den 9. April 2016 um 17.00 Uhr noch einmal einen besonderen musikalischen Höhepunkt in unserer Kirche. Frau Henriette BÖLZ-VOGEL und Herr Dr. Wolf KALIPP aus Soest werden auf Oboe, Pedal-Cembalo und Orgel ein wahres Feuerwerk der Musik aus Renaissance und Barock erklingen lassen!

Wie gehabt ist der Eintritt zu den Konzerten frei. Um eine Spende wird gebeten!

Brandt im Ostönner Orgelsommer

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Kantor und Organist Holger Brandt aus Walsrode gibt am Samstag, den 3. Oktober 2015 um 17.00 Uhr das letzte Konzert im Ostönner Orgelsommer 2015 in der romanischen Basilika St.Andreas  in 59494 Soest-Ostönnen, Kirchplatz 12. Er hat ein imposantes Programm mit Wechselpaaren sehr alter und neuer Musik für historische Orgeln zusammengestellt: Frescobaldi, Schlick und Kerrll werden folgenden Komponisten der Neuzeit gegenübergestellt: Peretti, Foccoroulle und Essl. Er wird während des Konzertes die Beziehungen zwischen den Kompositionen, die Ideen der Komponisten und die Besonderheiten der Orgel kurz kommentieren.

Ein besonderer Hochgenuss ganz besonderen Art. Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.

Gemeindebrief Juli – Oktober

Liebe Leserin, lieber Leser!

Jetzt geht es los. Noch werden Sie nicht viel merken, aber es geht wirklich los. Im kommenden Jahr wollen wir unsere St. Andreaskirche von innen reinigen und die Malereien restaurieren.

BaustelleNachdem im vergangenen Jahr die Restauratoren ein paar Wochen in unserer Kirche die mittelalterlichen Fresken untersucht haben und an zwei Stellen auch schon Probefelder gesäubert haben, haben wir in diesem Jahr die Zusage für die Fördermittel erhalten. Dies sind Mittel aus dem Topf des Bundes für Denkmalpflege sowie Mittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Ohne diese Förderung könnten wir dieses große Projekt gar nicht angehen.  Denn die anstehenden Maßnahmen sind mit einem enormen Aufwand verbunden. Alle Bänke müssen aus der Kirche gebracht werden, die Orgel muss in ein Überdruckgehäuse eingepackt werden und der gesamte Kirchenraum wird mit Gerüsten vollgestellt. Erst dann werden die Restauratoren die Malereien vorsichtig reinigen, schadhafte Stellen ausbessern und versuchen, die alte Farbigkeit wieder deutlicher hervortreten zu lassen. Wir dürfen dabei aber nicht „neue“ Malereien erwarten. Die Restauratoren dürfen und können das, was fehlt nicht mehr ergänzen oder neu hinzumalen. Sie können aber das, was über die Jahrhunderte erhalten geblieben ist, schützen, sichern und besser lesbar machen. Danach wird dann der gesamte Innenraum gereinigt und auf Risse und Hohlstellen untersucht.

In diesem Zuge möchten wir auch das Thema Licht in unserer Kirche noch einmal aufgreifen. Seit vielen Jahren haben wir uns schon immer wieder mit der Frage einer besseren Ausleuchtung der Kirche beschäftigt. Jetzt haben wir einen jungen Lichtplaner aus Werl gefunden, der ein Konzept für unsere Kirche erarbeitet.

All dies soll im Jahre 2015 geschehen. Neben den Mitteln aus der Denkmalförderung sind wir dankbar, auch den Freundeskreis unserer Kirche zu haben, der diese Maßnahmen tatkräftig unterstützt.  Ohne die Hilfe des Freundeskreises, der einen großen Teil der Eigenmittel zur Verfügung stellt, hätten wir erst gar nicht mit den Planungen beginnen können. Freundeskreis und Presbyterium arbeiten bei allen Entscheidungen und Überlegungen eng zusammen, darüber bin ich dankbar und froh.

Jetzt geht es also los. Die Planungen sind im vollen Gange und wenn alles klappt, werden wir zum Advent 2016 eine restaurierte und strahlende Kirche haben. Wer jetzt schon wissen möchte, wie so etwas aussehen könnte, der muss sich aufmachen und die Petrikirche  in Soest besuchen, dort hat die Restaurierung schon 2013 stattgefunden.

Es grüßt Sie und Euch ganz herzlich

Ihr/Euer Pastor Volker Kluft

Christi Himmelfahrt

CH1Am 14. Mai feierte unsere Kirchengemeinde, wie in jedem Jahr, Christi Himmelfahrt mit einem Gottesdienst. Da das Wetter mitspielte, konnte der Gottesdienst in diesemCH2 Jahr auch wieder unter freiem Himmel stattfinden.

Bei zunächst noch etwas CH5frischen Temperaturen fand sich eine große Gemeinde auf dem Hof der Familie Rocholl zusammen. Bereits zum zweiten Mal durfte unsere Kirchengemeinde das Himmelfahrts-fest hier feiern. Wir sagen dafür herzlichen Dank! CH3Da nach dem Gottesdienst auch endlich die Sonne zum Vorschein kam, blieben viele Gottesdienstbesucher, um sich vom Freundeskreis der St. Andreaskirche und dem Förderverein des Kindergartens mit Getränken, Wurst und Kuchen bewirten zu lassen. Tatkräftig unterstützt wurden sie hierbei von den Jugendlichen und Männern der LG Ostönnen.CH8

Nadine Teiner

Ausflug der Kinderkirche ins Bibeldorf Rietberg

An einem sonnigen Samstag im Juni machten sich 14 Kinder der Ostönner Kinderkirche mit ihren Eltern im Reisebus auf den Weg ins gut 70 Kilometer entfernte Rietberger Bibeldorf. Dort angekommen staunten alle erst einmal nicht schlecht über die vielen beeindruckenden Figuren aus dem Schrott unserer Zeit, die ein ortsansässiger Künstler extra für die Ausstellung angefertigt hatte. Überall auf dem Gelände verteilt, stellten sie Tiere und Menschen aus den Geschichten der Bibel dar.

In einer geführten Tour wurden wir dann mitgenommen in die Zeit und Umgebung des Alten und Neuen Testaments. Schnell waren wir dem Alltagsleben der Israeliten auf der Spur.

So besuchten wir ein Nomadenlager, malten Korn zu Mehl und sahen uns in einem typischen Dorf jener Zeit um. Besonders eindrücklich wurden die biblischen Geschichten, die immer wieder eingestreut waren, durch das Betrachten und Ausprobieren der Gegenstände und Gerätschaften, mit denen die Menschen damals ihren Alltag meisterten. Die Wüstennomaden waren Hirten und zogen mit ihren Herden von Weidegrund zu Weidegrund. Sie hatten fast alles, was sie zum Leben brauchten, immer dabei. Die Zelte in den Nomadenlagern waren aus Ziegenhaar gewebt, das kaum Wasser durchlässt und die Sonne abschirmt. Zu den wenigen Dingen, die man bei Händlern eintauschte, gehörte aber das lebenswichtige Getreide. Die Frauen mussten es jeden Tag viele Stunden lang in einfachen Steinmühlen mahlen und daraus Fladenbrot backen. Eine zeitraubende und mühselige Arbeit, wie wir selbst erfahren durften.Josef und Maria Web

In den Dörfern dagegen baute man vieles selbst an. Man lebte in Einraumhäusern mit den Tieren gemeinsam unter einem Dach. Auch hier gab es in jedem Haus die typischen Steinmühlen, die ebenfalls fast nie still standen. In verschiedenen Werkstätten durften auch wir uns dann wieder handwerklich betätigen: In der Zimmerei wurde Holz bearbeitet, in der Seilerei mit ganz einfachen Mitteln ein Seil gedreht und im Kräuterhaus Kräutersalz hergestellt. Zur Stärkung konnten wir dann auch noch die leckeren Brotfladen probieren, die über einer Feuerstelle selbst gebacken wurden.

Mehl mahlen Web

Die letzten Stationen im Bibeldorf waren eine typisch nachempfundene Ausgrabungsstätte und – quasi als Höhepunkt – schließlich die Synagoge. Den Kindern wurden die jüdischen Bräuche erklärt und die Thora ein wenig nahegebracht. Auch die Erwachsenen konnten noch das Eine oder Andere hinzulernen. Nach circa drei Stunden ging unser ereignis-reicher und span-nender Besuch zu Ende.

Das Bibeldorf will das Leben und die Umwelt zur Zeit der Bibel erfahrbar machen. Erklärtes Ziel ist es, Menschen unserer Zeit für die Welt und Umwelt der Bibel zu begeistern. Das ist den motivierten jungen Mitarbeitern vor Ort während der Führung eindrucksvoll gelungen!

Ihr/Euer Günter Krause