Gemeindebrief Juli-November 2016

Liebe Leserin, lieber Leser!

„Wes das Herz voll ist, des gehet der Mund über!“ – So übersetzte Luther und es stimmt. Wir alle kennen das. Ich muss wieder berichten von den ersten Ergebnissen und Fortschritten der Kirchenrestaurierung.

Blick ins MittelalterPünktlich nach der Konfirmation haben die Schreiner begonnen, die Bänke aus der Kirche zu räumen.

Dabei stellten wir leider fest, dass die Podeste, auf denen die Bänke standen, durch Feuchtigkeit oder den Holzwurm völlig marode waren. Also musste erst einmal alles raus und dann haben die Steinmetze den Boden ganz neu bearbeitet.

Holzwurm bei der ArbeitAn alle feuchten Stellen wurde als Grundlage Drainagebeton eingebracht und dann das Nord- und das Südschiff mit neuen Bodenplatten ausgelegt.

Hier sollen nach der Restaurierung keine Bänke mehr aufgestellt werden.

Kirche4Hier soll nun ein Geländer die Kanzel begrenzen, das gleichzeitig als Aufstiegshilfe in den Altarraum dient. Diese Arbeiten an den Podesten und dem feuchten Boden haben die Arbeiten um zwei Wochen verzögert.Auch wurde die Kanzel demontiert und die Stolper-stufe zum Altar entfernt.

Kirche5Nach einer Woche, war dann endlich das Gerüst in der Kirche aufgestellt und die Restaurationsarbeiten konnten beginnen. Jetzt haben die Restauratorinnen fast die gesamten Gewölbe und Wände gereinigt und schon allein das lässt uns staunen – welch ein Unterschied zwischen Vorher und Nachher.

Kirche6In über 50 Jahren hat sich enorm viel Schmutz und Staub an den Wänden und Gewölben abgelagert. Wie wird es wohl erst sein, wenn die Flächen auch restauriert worden sind.

Mit den Restauratoren haben auch die Elektriker angefangen zu arbeiten, denn die Leitungen und Schaltungen sind auch alle über 50 Jahre alt und entsprechen schon lange nicht mehr den Bestimmungen. Zudem bekommen wir

ja auch neue Lampen, die den Kirchenraum besser ausleuchten werden und mehr Licht auf die Gesangbücher zum Lesen bringen werden.

Es ist eine große und spannende Aufgabe. Wir dürfen gespannt sein, wie die Kirche im Herbst erstrahlen wird.

Es grüßt Sie und Euch ganz herzlich

Ihr/Euer Pastor Volker Kluft

Musik für Oboe und hist. Tasteninstrumente am Samstag

Der Ostönner Orgelsommer ist in diesem Jahr kurz aber intensiv!
Da die Kirche wegen der Restaurierung der spätromanischen Malereien ab Mitte April geschlossen bleibt, wird unser 2. und letztes Orgelkonzert in diesem Jahr ein ganz besonderer Höhepunkt! Erstmalig wird in einer Soester Kirche neben der historischen Orgel ein Pedal-Cembalo – dazu im Duett mit Oboe – erklingen.
Ostönner Orgelsommer 2016
Am Samstag, dem 9. April 2016 findet um 17.00 Uhr in der Ostönner St. Andreaskirche (59494 Soest-Ostönnen, Kirchplatz 12) das vorerst letzte Konzert vor der Restaurierung der spätromanischen Malereien statt, die voraussichtlich zum Weihnachtsfest 2016 abgeschlossen sein wird.
Eine besondere Konstellation von Instrumentalmusik der Früh- und Hochbarockzeit ist zu hören:
Henriette Böltz-Vogel, regional und überregional bekannte und geschätzte Oboistin, langjährige Leiterin des Ostönner Frauenchors und Dozentin der Musikschule Soest, gibt ihre Premiere in St. Andreas als Instrumentalistin, begleitet auf dem Pedalcembalo von
Dr. Wolf Kalipp, Musikwissenschaftler und bekannter Organist – besonders auf historischen Orgeln – und Cembalist, der mehrfach in St. Andreas in den Vorjahren konzertiert hat.

Erstmalig wird in Soester Kirchen neben der historischen Orgel von 1430 ein Pedalcembalo erklingen, also ein Cembalo mit einem Bass-Unterbau samt Pedalklaviatur. Das Instrument war in der Renaissance und im Barock insbesondere Haus- und Vorbereitungsinstrument der Kantoren und Kirchenmusiker für ihre kammer- und kirchenmusikalische Konzertpraxis. J. S. Bach besaß selbst zwei solcher Pedalcembali, auf der er u.a. seine Söhne und Schüler unterrichtete.
Zum Programm: Die beiden Solisten duettieren in Johann Rosenmüllers Sinfonia prima in F , François Couperins Second Concert Royal (Suite) D-Dur und Georg Friedrich Händels Sonata F-Dur HWV 363a.
Solistisch interpretiert die Oboistin Georg Philipp Telemanns Fantasia g-Moll TWV 40:13, der Pedalcembalist Johann Pachelbels Ciacona und Fuga in d und Johann Sebastian Bachs Versetten über „Christ ist erstanden“ BWV 627.
Natürlich wird auch die historische Orgel in St. Andreas erklingen. Dr. Wolf Kalipp spielt auf ihr Girolamo Frescobaldis Partite sopra Passacagli und Dieterich Buxtehudes Fantasia über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ BuxWV 223.

Gemeindebrief März-Juni 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

jetzt ist es amtlich: Am Montag nach der Konfirmation, also am 18. April, wird unsere Andreaskirche ausgeräumt, die Gerüste werden aufgebaut und die Restaurationsarbeiten beginnen. Endlich! Nach den vielen Gesprächen, Diskussionen, Anträgen und Verhandlungen geht es nun wirklich los und wir können sehen, was sich in unserer Kirche tut und welche Schätze sich unter dem Staub und Ruß der Jahrzehnte verbirgt. Ich freue mich sehr.

Ich habe einmal gelesen: Eine renovierte Kirche gibt Anlass, auch das eigene Leben zu renovieren. Das finde ich ist ein schöner Gedanke, denn immer wieder merke ich, wie Menschen auch in unserer Kirche auf der Suche sind nach Beständigkeit und Zuverlässigkeit in einer sich immer schneller verändernden Welt. Wie Kirche Heimat darstellt in einer globalisierten Welt. Wie Menschen aufatmen in der Stille einer Kirche, in der das Geschwätz aufhört und die Überflutung durch die Medien einen nicht erreicht. Befreiend kann ich auch erfahren, dass ich dort aufgenommen werde, wie ich bin, ohne schon wieder den Ansprüchen der Gesellschaft genügen zu müssen.

In Deutschland wächst aber auch die Zahl der Menschen, die sich als religionslos bezeichnen. Sie leben gut auch ohne Gott. Aber auch sie zieht es immer wieder in unsere alten Kirchen. Der religionslose Mensch bleibt nämlich immer auch Erbe des religiösen Menschen. So ist eine alte Kirche immer auch Erinnerung an die Frage nach dem eigenen Ursprung und dem Ziel des Lebens. Eigentlich müsste man sagen, Kirchen sind auch eine Provokation. Sie provozieren, indem sie mich an meinen Ursprung und an mein Ziel erinnern und zugleich mahnend mit ihren Türmen zum Himmel weisen: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Nichts soll Menschen beherrschen dürfen. Nicht Sorgen und nicht Geld, nicht die Stechuhr und nicht Normen. Gott allein ist Herr und wir können nicht zwei Herren dienen. Eine renovierte Kirche gibt Anlass, auch das eigene Leben zu renovieren.

Ich bin gespannt wie es wird. Ich bin gespannt, was wir finden unter dem Staub und dem Schmutz. Ich freue mich auf viele spannende neue Begegnungen und Erfahrungen. Ich freue mich auf die Gottesdienste in unsrer wunderschönen Andreaskirche, wenn sie im Advent dann hoffentlich neu erstrahlt.

Es grüßt Sie und Euch ganz herzlich

Ihr/Euer Pastor Volker Kluft

Orgelkonzert mit David Boos

Der gebürtige Wiener David BOOS (*1982), Master of Music, wird am Samstag, den 12. März 2016 um 17.00 Uhr – an seinem Geburtstag – in St. Andreas die Orgel erklingen lassen. Sein Thema ist:  EUROPA an der Schwelle zur Neuzeit. Dabei erklingt Musik von Hofhaimer, Bull, Sweelinck u.a., die gerade auf unserer historischen Orgel einen bezaubernden Klang erzeugen.

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Boos beendete seine Ausbildung 2009 in Amsterdam bei den Professoren Peretti und van Dijk mit dem Titel „Master of Music“. An verschiedenen Stellen war er als Organist und Kantor tätig. Der vielfache Preisträger ist Gründer der Videoplattform „Mengelicious Moments“(http://www.mengeliciousmoments.de), die sich der Herstellung qualitativ hochwertiger Klassikmusik-Videos – mit Schwerpunkt auf Orgel – verschrieben hat. In diesem Rahmen hat Herr Boos auch über die gotische Orgel von Ostönnen einen ca. 30-minütigen Dokumentations-Film gedreht: Der gotische Klang.

Der Eintritt ist wie immer frei! Um eine Spende für die Kosten und die Restaurierung wird gebeten.

Akkordeonkonzert in St.Andreas

Ostönnen Ensemble Münster_48

Am Samstag, den 9. Januar 2016 um 17.00 Uhr wird erneut das Ensemble Akkordeon Münster das neue Jahr in Ostönnen begrüßen. Thema ist: Nordische Giganten mit Musik der großen nordischen Komponisten Grieg, Sibelius und Rautavaara. Zusammen mit der Sopranistin Gerburg Krapf-Lumpe wird ein traditionelles finnisches Weihnachtslied (Sylvian Joululaulu) dargeboten. Ein besonderes Klangerlebnis erwartet die Besucher. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Änderung der Friedhofsgebührensatzung

Satzung zur Änderung
der Friedhosgebührensatzung für den Friedhof Ostönnen
der Ev. Kirchengemeinde Ostönnen
vom 15. September 2015

§ 1

Die Friedhofsgebührensatzung  für den Friedhof Ostönnen der Ev. Kirchengemeinde Ostönnen vom 22.08.2012, wird wie folgt geändert:

§ 4 Nutzungsgebühren wird wie folgt geändert:

  1. Reihengrabstätte mit Nutzungsrecht
    1. Erdbestattung von Tot- und Fehlgeburten (Ruhezeit 30 Jahre) 150,00 Euro
    2. Erdbestattung von Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr (Ruhezeit 30 Jahre) 150,00 Euro
    3. Erdbestattung von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an (Ruhezeit 30 Jahre) 210,00 Euro
    4. Urnenbeisetzung (Ruhezeit 30 Jahre) 150,00 Euro
  2. Reihengemeinschaftsgrabstätten mit Nutzungsrecht
    einschließlich Unterhaltung durch die Friedhofsträgerin (Grabherstellung u. FUG u. Unterhaltung)

    1. Erdbestattung  (Ruhezeit 30 Jahre) 870,00 Euro
    2. Urnenbeisetzung (Ruhezeit Jahre) 810,00 Euro
  3. Wahlgrabstätten mit Nutzungsrecht
    1. Erdbestattung je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) 210,00 Euro
    2. Urnenbeisetzung  je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) 150,00 Euro
    3. Verlängerungsgebühr Erdbestattung je Grab und Jahr 7,00 Euro
    4. Verlängerungsgebühr Urnenbeisetzung je Grab und Jahr 5,00 Euro
  4. Wahlgemeinschatsgrabstätten mit Nutzungsrecht einschließlich Unterhaltung durch die Friedhofsträgerin (Grabherstellung u. FUG u. Unterhaltung)
    1. Erdbestattung je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) 870,00 Euro
    2. Urnenbeisetzung  je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) 810,00 Euro
    3. Verlängerungsgebühr Erdbestattung je Grab und Jahr 29,00 Euro
    4. Verlängerungsgebühr Urnenbeisetzung je Grab und Jahr 27,00 Euro

§ 5 Friedhofsunterhaltungsgebühren wird wie folgt geändert:

Von den Nutzungsberechtigten (mit Ausnahme der Nutzungsrechte an Reihen- und Wahlgemeinschaftsgrabstätten) wird zur Unterhaltung des Friedhofs eine Friedhofsunterhaltungsgebühr in Höhe von 12,00 Euro je Grab und Jahr erhoben. Die Friedhofsunterhaltungsgebühr wird auf der Grundlage der folgenden Kostenarten kalkuliert:

  1. Friedhofspfleger
  2. Verwaltungskraft
  3. Berufsgenossenschaft
  4. Haftpflichtversicherung
  5. Unterhaltung der Anlagen
  6. Bewirtschaftung (Wasser u. a.)
  7. Abfallentsorgung
  8. Beschaffung und Unterhaltung technischer Geräte
  9. Beschaffung und Unterhaltung von Ausstattungsgegenständen

§ 6 Bestattungsgebühren wird wie folgt geändert:

  1. Grundgebühren
    1. Erdbestattung von Tot- und Fehlgeburten 260,00 Euro
    2. Erdbestattung  von Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr 260,00 Euro
    3. Erdbestattung von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an 460,00 Euro
    4. Urnenbeisetzung 230,00 Euro
  2. Besondere Gebühren
    1. Benutzung der Friedhofskapelle und ihrer Einrichtungen 240,00 Euro
    2. Orgelspiel 40,00 Euro
    3. Glockengeläut 25,00 Euro
    4. Einheitliche Grabplatte  gem § 12 Abs. 5 und § 13 Abs. 11 Friedhofssatzung
      Grabplatte im Rasen 250,00 Euro
      Grabplatte an der Stele 50,00 Euro

§ 2

Diese Satzung tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.

Ostönnen, den  15.09.2015 Ev. Kirchengemeinde Ostönnen

Originaldokument: Friedhofgebührensatzung_SA-2015-09-15idFv22-08-2012_FGS

 

Änderung der Friedhofssatzung

Satzung zur Änderung
der Friedhofssatzung für den Friedhof Ostönnen
der Ev. Kirchengemeinde Ostönnen
vom 15. September 2015

§ 1

Die Friedhofssatzung für den Friedhof Ostönnen der Ev. Kirchengemeinde Ostönnen vom 22. August 2012, wird wie folgt geändert:

§ 11 Ruhezeiten erhält folgenden Wortlaut:
(1) Die Ruhezeit für die Erdbestattung von Totgeburten und Fehlgeburten beträgt 30 Jahre.

(2) Die Ruhezeit für die Erdbestattung von Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr beträgt 30 Jahre.

(3) Die Ruhezeit für die Erdbestattung von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an beträgt 30 Jahre.

(4) Die Ruhezeit für Urnenbeisetzungen beträgt 30 Jahre.

§ 13 Abs. (6) Rechtsverhältnisse an Wahlgrabstätten erhält folgenden Wortlaut:

(6) Die Nutzungszeit wird auf 30 Jahre festgesetzt.

§ 2

Diese  Satzung  tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.

Ostönnen, den 15.09.2015 Ev. Kirchengemeinde Ostönnen

Originaldokument: Friedhofsatzung_SA-2015-09-15v22-08-2012_FS